Der Geist der Unruhe Geist d. Unruhe

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Zusatzinformation: Der Geist der Unruhe Geist d. Unruhe - Boden, Petra Münz-Koenen, Inge Rosenberg, Rainer

ISBN(s) 9783050034805
Erscheinungsdatum 14.06.2000
Einbandart Einband - fest (Hardcover)
Seitenanzahl, römisch XIV
Sprache Deutsch
Artikel Typ Physisch
Genre Sozialwissenschaften/Recht/Wirtschaft
Kurztitel Der Geist der Unruhe
Warengruppe HC/Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft
ISBN-10 3050034807
Länge 246 mm
Breite 156 mm
Höhe 30 mm
Gewicht 802 gr
Produkttyp Hardcover, Softcover
Verlag Akademie Verlag GmbH De Gruyter
Untertitel 1968 im Vergleich. Wissenschaft, Literatur, Medien

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Literatur als Text der Kultur
Literatur als Text der Kultur
Ein Monument ist ein Stück Kultur – aber nicht jedes Stück Kultur ist ein Monument. Der enggefasste Begriff der Kultur mit seinem stabilitäts- und sicherheitsverheißenden Charakter ist überholt – an seine Stelle tritt ein Konzept der Kultur als Textualität, die mit Lotman als Bündel semiotischer Systeme verstanden werden kann. Ausgehend von diesen Überlegungen thematisieren die Autoren Kultur innerhalb der Koordinaten Text, Geschichte und Literatur. Im ersten Teil des Bandes wird Kultur als interkultureller Komplex lebensweltlicher Phänomene behandelt. Gerade jene Wissenschaftler, die sich in den Schnittmengen unterschiedlicher Diskurse bewegten, können hierbei als Vorläufer gegenwärtiger kultursemiotischer Theorien gelesen werden. K. Mannheimsa9b Phänomenologie der Alltagswelt, die Kultursemiotik des Prager linguistischen Zirkels sowie A. Schütz’ Entwurf der Zeichenhaftigkeit sozialer Welten arbeiteten bereits mit einem Verständnis von kultureller, ethnischer und sozialer Pluralität, das die Debatten um New Historicism und Cultural Studies heute bestimmt. Im zweiten Teil nähern sich die Autoren aus sozialgeschichtlicher Perspektive dem Begriff der Kultur an, der durch ethnische und sprachliche Pluralität konstituiert wird. Zuletzt beleuchten die Autoren unter dem Gesichtspunkt der Ästhetik literarische Texte als Bestandteil des allgemeinen kulturellen Gewebes im Sinne von Roland Barthes. Diese unterschiedlichen Perspektiven werden am Beispiel des geographisch-kulturellen Komplexes Zentraleuropa und dessen quasi paradigmatischer Pluralität konkretisiert.

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