Schmid, Daniel C Dreiecksgeschichten

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Details zum Produkt: Dreiecksgeschichten

Die sukzessive Zerstückelung der Tschechoslowakei 1938/39 durch das 'Dritte Reich' offenbart die Herausforderung, der sich die Schweiz stellen musste, um ihre eigenen Interessen in den böhmischen Ländern zu wahren. Bundesrat und Parlament wussten sich in diplomatischer Pragmatik auf die europäische Gesamtsituation einzustellen. Gleichzeitig setzten Landesregierung und Wirtschaftsvertreter alles daran, den Handelsverkehr mit dem 'Reichsgau Sudetenland' und dem 'Protektorat Böhmen und Mähren' aufrecht zu erhalten. Weiter spielte die Schweizer Diplomatie eine bedeutende Rolle im zwischenstaatlichen Verkehr der Feindstaaten: Durch das alliierte Schutzmandat für ausländische Juden war insbesondere das Wissen um den nationalsozialistischen Vernichtungsprozess in hohem Mass vorhanden. Aufgrund zahlreicher neuer Quellen aus ausländischen Archiven kommt der Autor zum Schluss, dass der Einbezug der multinationalen Optik neue Aspekte bei der Beurteilung des nationalsozialistischen Besatzungsregimes ermöglicht. Denn gerade die Berichte der Schweizer Diplomaten belegen, dass die nationalsozialistische 'Protektion' in Böhmen und Mähren eine allumfassende war, der sich die okkupierte tschechische Bevölkerung aus eigenen Kräften nicht entziehen konnte.

Zusatzinformation: Dreiecksgeschichten - Schmid, Daniel C

Publikationsdatum 17.12.2003
Untertitel Die Schweizer Diplomatie, das "Dritte Reich" und die böhmischen Länder 1938–1945
Titel Dreiecksgeschichten
Veröffentlichungsland DE
Bindungsform gebunden
Formbeschreibung GB
Höhe 230
Breite 160
Gewicht 903
Seitenanzahl 480
Position Historiker
Geburtsdatum 1970
Autor(en) Schmid, Daniel C
Kategorie Hardcover, Softcover / Sachbücher/Geschichte/20. Jahrhundert (bis 1945)
Geschichte
Geschichte Europas
Böhmen
Sudentenland
Tschechoslowakei
Diplomatische Beziehungen
Protektorat Böhmen und Mähren
Schweiz
Erste Hälfte 20. Jahrhundert (1900 bis 1950 n. Chr.)
Sprache ger
Verlagsname Chronos
Beschreibung Die sukzessive Zerstückelung der Tschechoslowakei 1938/39 durch das 'Dritte Reich' offenbart die Herausforderung, der sich die Schweiz stellen musste, um ihre eigenen Interessen in den böhmischen Ländern zu wahren. Bundesrat und Parlament wussten sich in diplomatischer Pragmatik auf die europäische Gesamtsituation einzustellen. Gleichzeitig setzten Landesregierung und Wirtschaftsvertreter alles daran, den Handelsverkehr mit dem 'Reichsgau Sudetenland' und dem 'Protektorat Böhmen und Mähren' aufrecht zu erhalten. Weiter spielte die Schweizer Diplomatie eine bedeutende Rolle im zwischenstaatlichen Verkehr der Feindstaaten: Durch das alliierte Schutzmandat für ausländische Juden war insbesondere das Wissen um den nationalsozialistischen Vernichtungsprozess in hohem Mass vorhanden. Aufgrund zahlreicher neuer Quellen aus ausländischen Archiven kommt der Autor zum Schluss, dass der Einbezug der multinationalen Optik neue Aspekte bei der Beurteilung des nationalsozialistischen Besatzungsregimes ermöglicht. Denn gerade die Berichte der Schweizer Diplomaten belegen, dass die nationalsozialistische 'Protektion' in Böhmen und Mähren eine allumfassende war, der sich die okkupierte tschechische Bevölkerung aus eigenen Kräften nicht entziehen konnte.
Bestellnummer 0385296
1264257
Veröffentlichungsdatum 30.12.2003
Zuletzt geändert am 14.10.2016

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