Schmid, Daniel C Dreiecksgeschichten

44,80 €
* Alle Preise inkl. der jeweils geltenden gesetzlichen Mehrwertsteuer, ggfs. zzgl. Versandkosten.
Alle Angaben ohne Gewähr. Preisänderungen sind in der Zwischenzeit möglich.
Daten vom 24.04.2018 01.25 Uhr

Regionale Angebote für Schmid, Daniel C Dreiecksgeschichten

Dreiecksgeschichten Daten von Localhood GmbH

Details zum Produkt: Dreiecksgeschichten

Die sukzessive Zerstückelung der Tschechoslowakei 1938/39 durch das 'Dritte Reich' offenbart die Herausforderung, der sich die Schweiz stellen musste, um ihre eigenen Interessen in den böhmischen Ländern zu wahren. Bundesrat und Parlament wussten sich in diplomatischer Pragmatik auf die europäische Gesamtsituation einzustellen. Gleichzeitig setzten Landesregierung und Wirtschaftsvertreter alles daran, den Handelsverkehr mit dem 'Reichsgau Sudetenland' und dem 'Protektorat Böhmen und Mähren' aufrecht zu erhalten. Weiter spielte die Schweizer Diplomatie eine bedeutende Rolle im zwischenstaatlichen Verkehr der Feindstaaten: Durch das alliierte Schutzmandat für ausländische Juden war insbesondere das Wissen um den nationalsozialistischen Vernichtungsprozess in hohem Mass vorhanden. Aufgrund zahlreicher neuer Quellen aus ausländischen Archiven kommt der Autor zum Schluss, dass der Einbezug der multinationalen Optik neue Aspekte bei der Beurteilung des nationalsozialistischen Besatzungsregimes ermöglicht. Denn gerade die Berichte der Schweizer Diplomaten belegen, dass die nationalsozialistische 'Protektion' in Böhmen und Mähren eine allumfassende war, der sich die okkupierte tschechische Bevölkerung aus eigenen Kräften nicht entziehen konnte.

Zusatzinformation: Dreiecksgeschichten - Schmid, Daniel C

Publikationsdatum 17.12.2003
Untertitel Die Schweizer Diplomatie, das "Dritte Reich" und die böhmischen Länder 1938–1945
Titel Dreiecksgeschichten
Veröffentlichungsland DE
Bindungsform gebunden
Formbeschreibung GB
Höhe 230
Breite 160
Gewicht 903
Seitenanzahl 480
Position Historiker
Geburtsdatum 1970
Autor(en) Schmid, Daniel C
Kategorie Hardcover, Softcover / Sachbücher/Geschichte/20. Jahrhundert (bis 1945)
Geschichte
Geschichte Europas
Böhmen
Sudentenland
Tschechoslowakei
Diplomatische Beziehungen
Protektorat Böhmen und Mähren
Schweiz
Erste Hälfte 20. Jahrhundert (1900 bis 1950 n. Chr.)
Sprache ger
Verlagsname Chronos
Beschreibung Die sukzessive Zerstückelung der Tschechoslowakei 1938/39 durch das 'Dritte Reich' offenbart die Herausforderung, der sich die Schweiz stellen musste, um ihre eigenen Interessen in den böhmischen Ländern zu wahren. Bundesrat und Parlament wussten sich in diplomatischer Pragmatik auf die europäische Gesamtsituation einzustellen. Gleichzeitig setzten Landesregierung und Wirtschaftsvertreter alles daran, den Handelsverkehr mit dem 'Reichsgau Sudetenland' und dem 'Protektorat Böhmen und Mähren' aufrecht zu erhalten. Weiter spielte die Schweizer Diplomatie eine bedeutende Rolle im zwischenstaatlichen Verkehr der Feindstaaten: Durch das alliierte Schutzmandat für ausländische Juden war insbesondere das Wissen um den nationalsozialistischen Vernichtungsprozess in hohem Mass vorhanden. Aufgrund zahlreicher neuer Quellen aus ausländischen Archiven kommt der Autor zum Schluss, dass der Einbezug der multinationalen Optik neue Aspekte bei der Beurteilung des nationalsozialistischen Besatzungsregimes ermöglicht. Denn gerade die Berichte der Schweizer Diplomaten belegen, dass die nationalsozialistische 'Protektion' in Böhmen und Mähren eine allumfassende war, der sich die okkupierte tschechische Bevölkerung aus eigenen Kräften nicht entziehen konnte.
Bestellnummer 0385296
1264257
Veröffentlichungsdatum 30.12.2003
Zuletzt geändert am 14.10.2016

Andere Bücher aus der Kategorie "Sachbücher/Geschichte/20. Jahrhundert (bis 1945)"

Karl Ludwig Freiherr von und zu Guttenberg Bottlenberg-Landsberg, M: Karl Ludwig Freiherr von und zu Gu
Karl Ludwig Freiherr von und zu Guttenberg Bottlenberg-Landsberg, M: Karl Ludwig Freiherr von und zu Gu
Karl Ludwig Freiherr von und zu Guttenberg war eine zentrale Persönlichkeit im Widerstand gegen den Nationalsozialismus. Als katholischer Konservativer und Monarchist versuchte er schon während der Weimarer Republik, monarchisches Denken wachzuhalten. Als seine Zeitschrift 'Monarchie' 1934 durch die Nationalsozialisten verboten wurde, gründete er die 'Weißen Blätter'. Sie zeigten nicht nur in verdeckter Form Mißstände im NS-System auf, sondern nannten Rechtsbrüche beim Namen; Autoren wie Reinhold Schneider, Jochen Klepper und Werner Bergengruen wiesen mit ihren historischen Parallelen auf die Probleme der Gegenwart hin. Schon bald waren die 'Weißen Blätter' ein Kristallisationspunkt der konservativen Opposition gegen Hitler. 1941 kam Guttenberg in die Abwehr im OKW in Berlin unter Admiral Wilhelm Canaris. Guttenberg arbeitete hier nicht nur eng mit seinen Freunden Hans von Dohnanyi, Justus Delbrück und Hans Oster zusammen, sondern knüpfte unterschiedlichste Kontakte zu weiteren Oppositionellen und Widerstandskämpfern. Er hatte Verbindungen zum 'Kreisauer Kreis', zu Ulrich von Hassell, zu den Gebrüdern Bonhoeffer, zur Heeresgruppe Mitte und zu Kreisen um Beppo Römer. Guttenberg stellte Verbindungen her, vernetzte die Opposition und war bestrebt, Verfolgten - auch unter Einsatz seines Lebens - zu helfen. Als er immer stärker in das Visier der Gestapo geriet, wurde er nach Kroatien versetzt, wo er, weiter im Kontakt mit dem Widerstand stehend, nach dem 20. Juli 1944 festgenommen wurde. Nach monatelanger Haft in Berlin wurde er Ende April 1945 von der Gestapo ermordet. Mit der Biographie von Karl Ludwig Freiherr von und zu Guttenberg versucht die Autorin den Weg ihres Vaters in den Widerstand und dort seine Handlungen gegen den Nationalsozialismus festzuhalten. Dies gelingt ihr nicht zuletzt mit Hilfe einer Vielzahl bislang unveröffentlichter Quellen aus dem Nachlaß Guttenbergs.

Interessante Links