Köhler, Michael Johann Caspar Sieber

21,80 €
* Alle Preise inkl. der jeweils geltenden gesetzlichen Mehrwertsteuer, ggfs. zzgl. Versandkosten.
Alle Angaben ohne Gewähr. Preisänderungen sind in der Zwischenzeit möglich.
Daten vom 16.01.2018 01.25 Uhr

Regionale Angebote für Köhler, Michael Johann Caspar Sieber

Online Preisvergleich für Köhler, Michael Johann Caspar Sieber

Johann Caspar Sieber Daten von Localhood GmbH

Details zum Produkt: Johann Caspar Sieber

Kaum jemand verbindet heute mit dem Namen Johann Caspar Sieber die bedeutsamen Leistungen, die er auf dem Gebiet der Politik und Bildung erreichte und von denen unser heutiges bildungspolitisches System noch immer zehrt. Sieber war einfacher Sekundarlehrer, der sich mit Herzblut für die Reformierung des kantonalen Zürcher Bildungssystems einsetzte und in späteren Jahren durch sein energisches Auftreten auf der politischen Bühne grosses Aufsehen erregte. Er war ein aussergewöhnlicher Mann, der nicht den Weg ging, den seine Herkunft ihm gewiesen hatte. Dennoch passte Johann Caspar Sieber wie nur wenige in die Zeit der politischen Umwälzungen, die den Kanton Zürich in der zweiten Jahrhunderthälfte prägten. Sieber konnte oder wollte sich nicht von politischen Diskussionen und Polemiken fern halten. Im Kanton Zürich kostete ihn dieses Engagement seinen Lehrerberuf für fünf Jahre, weshalb er in Murten im Kanton Freiburg als Lehrer tätig wurde, eine politisch äusserst aktive Zeitung gründete und prompt in die Wirren des Sonderbundskrieges geriet. Johann Caspar Sieber besass als Redaktor die Fähigkeit, die Presse zu seinen Gunsten effizient einzusetzen und seine Ideen einer breiten Bevölkerung bekannt zu machen. Er war kein Industrieller, der kraft seines Kapitals in politischen Gremien Entscheidungen mitbestimmte oder gar wie Alfred Escher ein ganzes politisches System dominierte. Intelligenz und rhetorische Überzeugungskraft liessen Sieber in politische Positionen vorstossen, in denen er seine bildungspolitischen und demokratischen Ideen zu verwirklichen suchte. Seine Durchsetzungskraft gipfelte schliesslich im Entwurf eines neuen, wegweisenden Unterrichtsgesetzes, welches er als Erziehungsdirektor des Kantons Zürich geschaffen hatte. Auch wenn Sieber mit seinem Entwurf in der Volksabstimmung scheiterte, so hatte er doch die Notwendigkeit einer grundlegenden Reform des Bildungssystems offen gelegt.

Zusatzinformation: Johann Caspar Sieber - Köhler, Michael

Publikationsdatum 08.10.2003
Untertitel Ein Leben für die Volksrechte
Titel Johann Caspar Sieber
Veröffentlichungsland DE
Bindungsform Paperback
Formbeschreibung PB
Höhe 225
Breite 155
Gewicht 300
Seitenanzahl 200
Autor(en) Köhler, Michael
Kategorie Hardcover, Softcover / Sachbücher/Geschichte/Biographien, Autobiographien
Biografien: allgemein
Erziehung, Schul- und Bildungswesen
Geschichte
Biografie, Genealogie, Heraldik
Geschichte Europas
Bildungssystem
Politik
Schulpolitik
Biographie
Sieber, Johann Caspar
Sprache ger
Verlagsname Chronos
Beschreibung Kaum jemand verbindet heute mit dem Namen Johann Caspar Sieber die bedeutsamen Leistungen, die er auf dem Gebiet der Politik und Bildung erreichte und von denen unser heutiges bildungspolitisches System noch immer zehrt. Sieber war einfacher Sekundarlehrer, der sich mit Herzblut für die Reformierung des kantonalen Zürcher Bildungssystems einsetzte und in späteren Jahren durch sein energisches Auftreten auf der politischen Bühne grosses Aufsehen erregte. Er war ein aussergewöhnlicher Mann, der nicht den Weg ging, den seine Herkunft ihm gewiesen hatte. Dennoch passte Johann Caspar Sieber wie nur wenige in die Zeit der politischen Umwälzungen, die den Kanton Zürich in der zweiten Jahrhunderthälfte prägten. Sieber konnte oder wollte sich nicht von politischen Diskussionen und Polemiken fern halten. Im Kanton Zürich kostete ihn dieses Engagement seinen Lehrerberuf für fünf Jahre, weshalb er in Murten im Kanton Freiburg als Lehrer tätig wurde, eine politisch äusserst aktive Zeitung gründete und prompt in die Wirren des Sonderbundskrieges geriet. Johann Caspar Sieber besass als Redaktor die Fähigkeit, die Presse zu seinen Gunsten effizient einzusetzen und seine Ideen einer breiten Bevölkerung bekannt zu machen. Er war kein Industrieller, der kraft seines Kapitals in politischen Gremien Entscheidungen mitbestimmte oder gar wie Alfred Escher ein ganzes politisches System dominierte. Intelligenz und rhetorische Überzeugungskraft liessen Sieber in politische Positionen vorstossen, in denen er seine bildungspolitischen und demokratischen Ideen zu verwirklichen suchte. Seine Durchsetzungskraft gipfelte schliesslich im Entwurf eines neuen, wegweisenden Unterrichtsgesetzes, welches er als Erziehungsdirektor des Kantons Zürich geschaffen hatte. Auch wenn Sieber mit seinem Entwurf in der Volksabstimmung scheiterte, so hatte er doch die Notwendigkeit einer grundlegenden Reform des Bildungssystems offen gelegt.
Bestellnummer 1219085
0138999
Veröffentlichungsdatum 06.06.2003
Zuletzt geändert am 14.10.2016

Andere Bücher aus der Kategorie "Sachbücher/Geschichte/Biographien, Autobiographien"

Wolfgang von Kempelen
Wolfgang von Kempelen
Um die Biografie und die Wirkungsgeschichte Wolfgang von Kempelens, der gewöhnlich als Erfinder des Schachcomputers bekannt ist, gibt es nach wie vor Rätsel, die, wie jüngst die Ausstellung in Budapest gezeigt hat, von falschen Prämissen und falschen Zuschreibungen ausgehen. Alice Reininger hat eine Revision des gängigen Bildnis dieser Persönlichkeit vorgelegt. Sie hat mit der Familiengeschichte, der Beamtenlaufbahn, dann den Leistungen für Technik und Wissenschaft, mit den genauen Beschreibungen der Erfindungen sowie mit der Aufarbeitung des grafischen und literarischen Werkes nicht nur eine Holistik der Persönlichkeit vorgelegt, sondern auch eine exzessive Quellenauswertung, die Licht in das Dunkel der Verwirrung bringen sollte. Sie gibt über den persönlichen Zugang zum Kaiserhaus ebenso Auskunft wie über die Sprachkenntnisse, die Verwechslungen zwischen den Brüdern und anderen Verwechslungen mit Freimaurern. Zu den großen Richtigstellungen zählt auch die Zertrümmerung einer Art Heldenlegende, die Wolfgang von Kempelen als geheimes Mitglied der ungarischen Jakobinerbewegung sah. Dass sie die Auszahlung des Ruhegenusses ebenso beschreibt wie die breiten Auslassungen über das Arbeitsgebiet Kempelens, die vielen technischen Dimensionen (Wasserhebemaschinen, Aufzugsvorrichtungen zum Salz-Ausladen, die Entwicklung der Kempelenschen Dunst- und Feuermaschine, den Druckapparat für die blinde Maria Theresia von Paradis, der Verbindungskanal zwischen Theiss und Donau) und andere Verbesserungen, die vom Bett Maria Theresias bis zum Entwurf einer Tabakschneidemaschine für Hainburg reichten, steigert den Informationsgehalt. Neben Revisionen zur Geschichte des Schachspielautomaten gibt es auch genaue Beschreibungen der grafischen und literarischen Arbeiten, womit der Künstler-Wissenschafter-Typus in seiner Ganzheit erfasst wird und nicht nur aus dem Klischee einer einzigen Maschine herausgefiltert wird. Gerade das Interesse, das die Arbeit Kempelens heute wieder findet, verlangt nach einer genauen Beschreibung und einer den Tatsachen entsprechenden Aufarbeitung, die, so scheint es bislang, von den ausstellenden Institutionen kaum geleistet wurde. (aus dem „Vorwort“)
1915 Fail'e Dönüsüm
1915 Fail'e Dönüsüm
Yirminci yüzyılın başında tüm şiddetiyle kendisini yeniden düzenlemeye niyetlenen dünya, milyonlarca insanı kurban ederek bu hedefine ulaştı. Farklılıkların ne pahasına olursa olsun eşitlendiği bir dönemdi başlayan. Kadim halk ve kültürlerin neredeyse sıfırlanmasının ardından, bugün avucumuza aldığımız toprağı sorgulamaksızın, üzümünü yiyip bağını sormayan, duyarsız bir topluma dönüşmemiz, bizi yıllarca şekillendiren eğitimle özünde bilgisizliğe sürükleyen totaliter rejimlerle ve anayasayla korunan özgürlüğe aykırı yasalarla mücadele etme durumuna getirilmiştir. Ancak genç kuşağın sorularına çözüm getiremeyenlerin yanı sıra sosyal medya sayesinde Türk devletinin yakalandığı paranoyayla belirginleşen yeni bir çağ başladı. Aynı zamanda olması gerektiği gibi, genç kuşak eski kuşağı sorgulamakta; çünkü toplumsal ilerlemenin ön koşulu, geçmişi sorgulamak ve gerçek anlamda bayrak yarışına girmektir. Ancak, bayrak sahibi olabilmek için kan döküldüğünü ve her zaman bunun için de döküleceğini unutmamak gerek. Öyle bir döneme geldik ki, kendimizi sorgulamayarak hiçbir yere varamayacağımızı görüyoruz, çünkü bizim şu anki refahımız, doğanın ve güçsüzü sömürülmesi üzerine kurulmuştur. Azınlık haline getirdiğimiz halklara saygı ve duyarlılıkla yaklaşabileceğimizi umut ederken, Türkiyede jenositin durması için elimizden geleni yapmanın şart olduğuna inanıyorum. Aksi halde insan olma hırkasını çıkarmak zorunda kalacağız ve eminim ki, ardından sıra teker teker bizlere gelecek.
„Erlebtes und Gedachtes“. Stella Klein-Löw (1904-1986)
„Erlebtes und Gedachtes“. Stella Klein-Löw (1904-1986)
Am 28. Jänner 2014 jährte sich der Geburtstag von Stella Klein-Löw zum 110. Mal. Das hat die Frauenarbeitsgemeinschaft der österreichischen Gesellschaft für Exilforschung zum Anlass genommen, um dem Leben und Wirken dieser großen Lehrerin, Volksbildnerin und Politikerin, die im Jahr 1939 wegen ihrer jüdischen Herkunft vom nationalsozialistischen Regime in die Emigration gezwungen wurde, eine eigene Tagung zu widmen. Dafür war es gelungen, Referentinnen und Referenten zu finden, die in der Lage waren, die unterschiedlichen Aspekte dieses interessanten Frauenlebens zu beleuchten und die Ambitionen und Ideale dieser Frau, die manche von ihnen auch persönlich kennengelernt hatten, darzustellen. In diesem Buch liegen nun die Vorträge dieser Tagung in schriftlicher Form vor. Der Bogen reicht von der Geschichte des Kindes aus fortschrittlichem jüdischen Haus, über die politisch interessierte junge Studentin, die Gymnasiallehrerin, in deren Leben die politischen Entwicklungen der Dreißigerjahre – wie Austrofaschismus und Nationalsozialismus – so zerstörerisch eingriffen, über die Erfahrung als Dienstmädchen und Sonderschullehrerin im britischen Exil, bis zur Pädagogin, Schuldirektorin und – schließlich – Nationalratsabgeordnete und SPÖ-Schulsprecherin der Nachkriegszeit. Daneben kommt Stella Klein-Löw auch selbst zu Wort: Auszüge aus ihren schriftlichen Arbeiten, ein Hörfunkinterview, sowie eine ihrer parlamentarischen Reden ergänzen die Spurensuche, deren Ziel es ist, die Erinnerung an eine große Persönlichkeit der österreichischen Zeitgeschichte zu bewahren.
Die Welt neu erfinden Schiedt: Welt neu erfinden
Die Welt neu erfinden Schiedt: Welt neu erfinden
Der Sohn eines Grosskaufmanns und Seidenfabrikanten des Zürcher Patriziats wurde um die Mitte des 19. Jahrhunderts zu einem der wichtigen schweizerischen Sozialisten. Frühe Zusammenhänge seines abenteuerlichen Lebens waren der Radikalismus der 1830er Jahre, eine Lehre als Gerber, die vorrevolutionäre Zeit in Paris und die Rezeption des frühsozialistischen Fourierismus. Damals eignete er sich profunde und vielseitige Kenntnisse theoretischen Denkens an. Speziell überzeugte er sich von den Vorzügen genossenschaftlicher Produktionsweisen. Diese setzte er zuerst als Gründer des Zürcher Konsumvereins in Praxis um. Dann beteiligte er sich an einem genossenschaftlichen Grossprojekt in Texas, aus welchem nichts weniger als ein sozialistischer Staat entstehen sollte. Nach dem schnellen Scheitern kehrte er als Wirt ins Zürcher Niederdorf zurück. Hier wurde er in den 1860er Jahren einflussreicher Agitator der so genannten demokratischen Bewegung. Dieses Engagement begründete seine internationale Bekanntheit als Pionier der direkten Demokratie. Als Arbeiterpolitiker war er Mitglied der Ersten Internationale und vielfach eingebunden in der Genossenschafts-, Gewerkschafts- und Parteibewegung. Bürkli inspirierte die Anfänge der Arbeiterbewegung auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene, mobilisierte Menschenmassen für sozialdemokratische Ziele als Redner und Autor eines grossen Schrifttums, er machte - und er schrieb Geschichte. Die frühsozialistischen Schriften, die Briefwechsel, Bürklis eigene Bibliothek, seine Publikationen, die damalige Presselandschaft, Spitzel- und andere Protokolle bieten einen seltenen Einblick in die Bedingungen der Rezeption der Gesellschafts- und Wirtschaftslehren jener Kreise. Die fruchtbare Quellenlage zeigt die unauflösliche Verbindung des damaligen Sozialismus mit dem hochkapitalistischen Aufbruch. Sie zeigt, dass die meisten von Bürklis politischen und sozialen Forderungen, die beispielsweise in der Zürcher Verfassung von 1869 oder in den sozialdemokratischen Programmen des letzten Drittels des 19. Jahrhunderts ihren Niederschlag fanden, sich schon auf die Diskussionen der 1830er und 1840er Jahre und in vielen Fällen auf die französischen Verfassungsdiskussionen der Jahre 1848-1851 zurückführen lassen. Hervor tritt aber auch eine eigenwillige Persönlichkeit. Das an Spannungen, überraschenden Verbindungen, Erlebnissen und an Brüchen reiche Leben lässt die Lektüre zur unterhaltenden Zeitreise werden.

Interessante Links